Schmerzfrei auf Knopfdruck!? – Fußreflexzonenmassage in Wien

GESUNDHEIT AUF KNOPFDRUCK? – Wenn Füße sprechen …

Die Fußreflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, bei der durch gezielte Druckreize am Fuß die Funktion der Organe und Gewebe im ganzen Körper harmonisiert wird.

Schon aus dem alten Ägypten und dem alten China sind Zeichnungen überliefert, auf denen Menschen zu sehen sind, die einander an Händen und Füßen massieren. Die therapeutische Nutzung von Reflexzonen gründet im Wesentlichen auf den Erkenntnissen des amerikanischen Arztes Dr. William Fitzgerald (1872-1929), der übrigens – als kleines Detail am Rande – eine gewisse Zeit seines Lebens auch in Wien praktizierte. Auf Fitzgerald geht die Entwicklung eines Systems zurück, das den Körper vom Kopf bis zu den Fingerspitzen und Zehen in zehn Längszonen teilt. Dieses System wurde später von der amerikanischen Masseurin Eunice Ingham speziell für die Arbeit an den Fußsohlen und -rücken weiterentwickelt und verfeinert. Über England kam die sogenannte „Reflexology“ dann aus Amerika schließlich auch nach Europa. Die heute im deutschsprachigen Raum von Heilmasseur/inn/en praktizierte Form der Fußreflexzonenmassage wurde maßgeblich von der deutschen Krankenschwester und Heilmasseurin Hanne Marquardt geprägt, die sich seit den 1960er Jahren bis heute intensiv mit dieser Behandlungsform beschäftigt.

Die Fußreflexzonenmassage beruht auf der Beobachtung, dass einzelne Punkte oder Zonen am Fuß ganz bestimmten Organen im Körper entsprechen. Durch spezielle Druckgriffe, die rhythmisch den Fuß durchbewegen, werden Verspannungen und Blockaden gelöst; die Durchblutung und der Lymphfluss werden angeregt, und die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulation wird gestärkt.

Wichtig ist mir zu betonen, dass die Fußreflexzonenmassage nicht der Diagnose dienen möchte (und somit auch keinesfalls eine ärztliche Untersuchung ersetzt), sondern vielmehr eine gewisse ganzheitliche Bestandsaufnahme darstellt: einzelne Punkte können sich auf Druck empfindlich oder sogar schmerzhaft zeigen; auch Verhärtungen oder Veränderungen in Farbe oder Temperatur, welche die geschulte Heilmasseurin ihrerseits wahrnimmt, können Aufschluss geben über sogenannte „belastete Zonen“. Eine solche belastete Zone mag darauf hinweisen, dass das zugehörige Organ momentan „unter Stress steht“. Je nach Gewebszustand der belasteten Zone – und unter Berücksichtigung möglicherweise bestehender Beschwerden – werden nun bestimmte Punkte gezielt aktiviert oder beruhigt.

Besonders wirkungsvoll zeigt sich die Fußreflexzonenmassage bei sämtlichen funktionellen Beschwerden (d.h. Unwohlsein oder Störungen, bei denen noch keine Veränderungen oder Schäden an den Strukturen der Gewebe oder Organe eingetreten sind), wie zum Beispiel:

– Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafbeschwerden)
– Nervosität, Angstzustände, Stress, Burn-Out
– Verdauungsbeschwerden, Schwere und Müdigkeit
– Menstruationsbeschwerden, Hormonell bedingte Störungen, Wechseljahrbeschwerden
– Atemwegserkrankungen
– Migräne, Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich
– Beschwerden im Urogenitalbereich

Die Fußreflexzonenmassage lässt sich präventiv (also zur Entspannung und vorbeugenden Stärkung der Gesundheit), als eigenständige Therapie oder auch wunderbar in Kombination mit anderen Behandlungsformen, zum Beispiel der Lymphdrainage oder klassischen Massage, kombinieren. Auch als Begleittherapie bei schweren Erkrankungen kann die Fußreflexzonenmassage Linderung diverser Beschwerden bringen und so zu einer wesentlich besseren Lebensqualität beitragen.

DER FUSS ALS ABBILD DES MENSCHEN

Halte ich deinen Fuß, so halte ich Dich als ganzen Menschen in meinen Händen. – In diesem Bewusstsein geschieht die positive Wirkung der Fußreflexzonenmassage; und mit dieser achtsamen Wertschätzung sollten wir überhaupt unseren – nur allzu oft vernachlässigten – Füßen begegnen, denn immerhin: stark und geduldig tragen unsere Füße uns Tag für Tag durchs Leben.

Text, Idee, Foto & Gestaltung: Mag. Sigrid Liberato

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